Baden. Vormittags ein Hallenfußballturnier, abends eine Riesendisco. Das zurückliegende Powerplay-Wochenende wusste beide Faktoren zu verbinden. Zwar stand der Spaß aller Beteiligten im Vordergrund, aber die Organisatoren vom Verein „Powerplay“ haben dennoch ein festes Ziel vor Augen: Möglichst viel Spendengelder für die Muskelschwundhilfe zu sammeln.
Zunächst stand der Sport im Vordergrund. In der Sporthalle des Cato-Bontjes-van-Beek-Gymnasiums duellierten sich vormittags zehn Fußballteams. Bei dem Spiel um den dritten Platz auf dem Siegertreppchen konnte sich das Team „Lahofboys“ durchsetzen. Sie gewannen die Partie und verwiesen die „Halbzeithelden“ knapp auf Platz vier.
Spannend wurde es auch im Endspiel des Turniers. Nach Ablauf der Spielzeit hatten sowohl die „Bergkicker“ aus Oyten, als auch die Kicker von „Incredible“, die gleiche Tordifferenz. Doch der Keeper von „Incredible“, einer Hobbymannschaft aus Bierden, bewies beim Sieben-Meter-Schießen die stärkeren Nerven – damit sicherte er seiner Mannschaft den begehrten Powerplay-Wanderpokal.
„In diesem Jahr gingen nur zehn Teams an den Start. Künftig könnten es wieder ein paar mehr sein“, sagt Powerplay Vorsitzender Sascha Erbacher. Am Abend leitete er die Siegerehrung der Hobbykicker. Diese fand während der Fun-Night in der Badener Lahofhalle statt. Diese wurde zuvor von einem Heer an freiwilligen Helfern in einen schmucken Partyraum verwandelt.
Mitgeholfen haben unter anderem auch die Freiwilligen Feuerwehrleute aus Baden. „Diese haben am Donnerstag zwischen 19 Uhr und Mitternacht den kompletten Hallenboden mit Holz abgedeckt und die Bühne aufgebaut“, lobt Sascha Erbacher.
Am Freitag wurden die Getränkestände aufgebaut und das Sportzentrum geschmückt. Wer die Halle nicht kennt, hätte glauben können, sich in einer Großraumdisko zu befinden.
Mehr als 1500 Nachtschwärmer feierten bis in die frühen Morgenstunden mit der Band „Free Steps“. In den Pausen legten Diskjockeys aktuelle Hits aus den Charts und Partyklassiker auf.
„Die Besucherzahl ist konstant geblieben, obwohl wir in diesem Jahr komplett auf die Plakatwerbung verzichtet haben“, erzählt Sascha Erbacher. „Die wären bei den vielen Bundestags-Wahlplakaten wohl eh untergegangen“, so der zweite Powerplay-Vorsitzender Tobias Baeßmann. Ihn freut es, dass in diesem Jahr die Besucher auch erstaunlich früh die Lahofhalle angesteuert haben.
Zirka 100 Helfer sorgten vor und hinter den Kulissen für einen reibungslosen Ablauf. Wie viel Geld bei der Benefiz-Veranstaltung für die Muskelschwundhilfe übrig bleibt, kann Sascha Erbacher noch nicht sagen. „Wir haben einen regen Spendenzulauf, weil wir uns auf viele Sponsoren verlassen können. Aber erstmal müssen wir die Rechnungen begleichen, dann zählen.“