Achim. „Schockschwere Not“ – da dachte der türkische Pascha Osman immer, seine Frau Eminanim sei „nur“ eine nervtötende Hausfrau. Und dann stellt sich heraus, dass sie in ihrem ersten Leben Medizin studiert hat. Eine Welt bricht für Osman zusammen.

In seinem neuen Buch „Lieber Onkel Ömer - Briefe aus Alamanya“ schildert Osman Engin, wie seltsam manche deutsche Rituale auf türkische Migranten wirken.
In seinem neuen Buch „Lieber Onkel Ömer – Briefe aus Alamanya“ schildert der türkische Satiriker Osman Engin, wie seltsam manche deutsche Rituale auf türkische Migranten wirken.
In 24 Briefen an den anatolischen Onkel versucht „Osman“ dem fernen Verwandten zu erklären, wie und warum die Deutschen so vernarrt in die Bundesliga oder den Karneval sind, wie sie Ostern, Weihnachten, den Frauentag, den Tag der Arbeit und den Tag der Deutschen Einheit feiern.
Jeden Brief beendet er mit einem Anhang und 24 Variationen zur bangen Vermutung, Eminanim könnte tatsächlich Ärztin sein und damit eine Bedrohung für den schlicht gestrickten Pascha Osman.
Osman Engin, 1960 in der Türkei geboren, lebt seit 1973 in Deutschland. Nach seinem Studium der Sozialpädagogik in Bremen wurde er freier Schriftsteller. Monatlich schreibt er Satiren für die Bremer Stadtillustrierte Bremer, außerdem arbeitet er u.a. für Titanic und taz. Mehrere Satirensammlungen sind bislang erschienen.
Die Lesung findet am Mittwoch, 9. Dezember, um 19 Uhr im Kulturhaus Alter Schützenhof (Kasch) statt. Der Eintritt beträgt fünf Euro.
Veranstalter ist das Kasch in Kooperation mit dem Bürgerzentrum (BüZ) in der Magdeburger Straße und dem Stadtteilverein MaVi.