„Daisy” fegt am Landkreis vorbei

Achim. Wintertief „Daisy” fegte am Wochenende über Europa. Auch im Landkreis Verden gab es viel Schnee, doch die Folgen waren relativ gering. Bis Sonntagabend hat die Polizei  nur kleine witterungsbedingte Einsätze registriert.

Die eisigen Temperaturen haben über zwei Achimer Rathaus-Eingängen große Eiszapfen gebildet.

Die eisigen Temperaturen haben über zwei Achimer Rathaus-Eingängen große Eiszapfen gebildet.

„In den meisten Fällen halfen sich steckengebliebene Autofahrer selbst, indem sie Landwirte um Hilfe baten, die mit ihren Traktoren die Mobilität schnell wieder herstellen konnten“, heißt es in einer Pressemitteilung der Polizei.

Um die eigene Achse drehte sich am Sonntag um kurz nach Mitternacht ein 39-Jähriger Bremer auf der Autobahn 27. Anschließend prallte der Mann bei Dauelsen in die Mittelschutzplanke. Ohne sich um den entstandenen Schaden zu kümmern, setzt er seine Fahrt unbeirrt fort.

Pech für den Fahrer, dass dieses Manöver durch einen Zivilwagen der Polizei beobachtet wurde. Der Fahrer wurde auf der Rastanlage Daverden kontrolliert. Auch hier hielt die „Pechsträhne” des 39-Jährigen an. Bei der Kontrolle wurde neben dem frischen Unfallschaden festgestellt, dass die Gültigkeit der Kurzzeitkennzeichen seit Mitternacht abgelaufen war. Der Fahrer gab an, dass er gegen Mitternacht bereits zu Hause sein wollte, dies aber aufgrund der Witterungsverhältnisse zeitlich nicht geschafft habe.

Ein vermisstes Kind sorgte am Samstagnachmittag für einen Einsatz im Verdener Stadtwald. Mit weiteren Kindern einer Behinderteneinrichtung war der Zehnjährige auf dem Schäferberg Rodeln. Im Verlauf der winterlichen Vergnügungen musste sein Betreuer plötzlich das Fehlen des Jungen feststellen. Als sich dann auch noch bei der ersten Nachsuche eine 18-Jährige, ebenfalls geistig behinderte Frau aus der selben Gruppe in unbekannte Richtung entfernt hatte, wurde umgehend die Verdener Polizei benachrichtigt.

Diese startete mit dem kompletten Personal eine umfangreiche Nachsuche im verschneiten und dunklen Stadtwald. Als zur Verstärkung die Feuerwehr sowie die Hundeführer des DRK hinzugezogen werden sollten, wurde bekannt, dass sich beide vermissten Personen mittlerweile per Bahn zurück nach Rotenburg begeben hatten.

In Achim wurde die Feuerwehr lediglich zu einem Sturmschaden in die Straße „Zur Achimer Marsch” gerufen. Dort war ein Baum auf ein Auto gekippt.

Das Wetter hat seine Spuren auch am Achimer Rathaus hinterlassen. Aus Vorsicht hat die Stadtverwaltung zwei Seiteneingänge absperren lassen. Der Grund: Auf dem Dach war der Schnee geschmolzen. Über den Eingängen gefror das Tauwasser wieder und bildete lange Eiszapfen, die jederzeit herabstürzen können.

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