Schulbetrieb soll ab Montag reibungslos laufen

Verden. Zwei witterungsbedingte freie Schultage hatten Schülerinnen und Schüler im Landkreis Verden in dieser Woche. Ab Montag nun soll der Unterricht an allen allgemein- und berufsbildenden Schulen wieder aufgenommen werden. Davon geht Landrat Peter Bohlmann aus.

Dass der Unterricht am Donnertag und Freitag witterungsbedingt von der Kreisverwaltung abgesagt worden war, lag, so Bohlmann, nicht nur an den vielerorts schlechten Straßenverhältnissen. Insbesondere auch nicht geräumte und vereiste Fuß- und Radwege in den Städten und Gemeinden hätten den Ausschlag gegeben. Zu der Entscheidung, die Schulen zu schließen, hatte auch die Serie von Unfällen am Mittwochnachmittag und in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag auf der Autobahn 27 zwischen Achim-Ost und der Raststätte Langwedel infolge von Blitzeis beigetragen.

In der Kreisstraßenmeisterei hat man sich für die Nacht von Sonntag auf Montag auf umfangreiche Räumungen und Splittstreuungen eingestellt. „Wenn mit Blick auf das zum Wochenende angekündigte Tiefdruckgebiet Daisy nichts Unvorhergesehenes passiert, sollten am Montagmorgen die Kreisstraßen weitestgehend geräumt und mit Split abgestreut sein“, erklärt Bohlmann. Wegen des Lieferausfalls von Streusalz musste die Kreisstraßenmeisterei in den vergangenen Tagen auf Split umsteigen und die Fahrzeuge entsprechend umrüsten. Mit 200 Tonnen seien die Lager zurzeit voll.

Eine Entscheidung, ob der Schulunterricht bei derartig kritischen Wetterlagen ausfällt, wird kurzfristig in der Nacht getroffen. Gegen 3 Uhr in der Frühe geben die Räumdienste der Kreisstraßenmeisterei eine Empfehlung zur Straßenlage an den Fachdienst Schule, Kultur und Sport und Landrat Bohlmann. Bis spätestens 4.30 Uhr wird entschieden, ob die Schulen geschlossen bleiben.

Eine entsprechende Meldung wird daraufhin, so der vorgeschriebene Weg, von der Rettungsleitstelle des Landkreises an die Polizeidirektion Oldenburg abgesetzt, die wiederum die Verkehrmanagementzentrale in Hannover informiert. Von hier aus geht die Meldung dann an die Radiosender, die die Schulausfälle im Verkehrsfunk melden.

Die Schulen sind in jedem Fall verpflichtet, auch bei einem Unterrichtsausfall die Betreuung der Schülerinnen und Schüler sicherzustellen, insbesondere in Fällen, in denen berufstätige Eltern auf eine Vormittagsbetreuung angewiesen sind.