Bierden. Mit einem Festakt wurde gestern in der Aller-Weser-Klinik das Zentrum für Urologie eröffnet. Die Abteilung in der zweiten Ebene verfügt über zehn stationäre Betten und hat offiziell bereits am 1. April ihren Betrieb aufgenommen.
Die Leitung des Zentrums hat Dr. med. Stefan Pelz übernommen. Er ist neu am Achimer Klinikum. „Unser Zentrum für Urologie bedeutet bei allem Einsatz fortschrittlichster Medizin- und Apparatetechnik auch Takt, Feingefühl und Sensibilität“, sagt Dr. med. Stefan Pelz. „Unsere Ärzte, Schwestern und Pfleger versuchen, diesem Anspruch gerecht zu werden“, so der 48-jährige Mediziner.
Studiert hat er in der Lutherstadt Wittenberg. Ab 1988 ließ er sich zum Urologen ausbilden. Dies erfolgte am Martin-Luther- Universitätsklinikum und an der Medizinischen Hochschule Hannover. Seine Facharztprüfung legte Dr. Stefan Pelz im Februar 1995 ab. Zwei Jahre war er in einem Rostocker Klinikum tätig, zwischen 1997 und 2007 Leitender Oberarzt eines Krankenhauses in Delmenhorst. Es folgten drei Jahre als Chefarzt in einem Heidelberger Krankenhaus. Nun möchte er sich mit seinen Erfahrungen in der Achimer Aller-Weser-Klinik einbringen. „Eine interessante Aufgabe“, so der Mediziner.
Das Zentrum für Urologie ist rein operativ tätig. Gearbeitet wird dabei mit Methoden der Minimal-Invasiv-Chirurgie (MIC). Im Gegensatz zur konventionellen Chirurgie wird auf große Schnitte verzichtet. Über kleine Hautschnitte werden spezielle Instrumente, die über eine Kamera mit einem Bildschirm verbunden sind, in den Körper eingeführt.
Im Vergleich zur konventionellen Methode bietet dies für die Patienten viele Vorteile. Beispielsweise gibt es nur kleine Narben und weniger Schmerzen nach der Operationen. Der Aufenthalt im Krankenhaus verkürzt sich, und die Patienten können schneller wieder in ihrem gewohnten Umfeld leben und arbeiten. „Zwar muss erst viel investiert werden, aber durch die kürzeren Liegezeiten wird die Minimal-Invasive-Chirurgie attraktiv“, sagt der Spezialist.